Wissenswertes
Gebetsketten in anderen Traditionen
Gebetsschnüre und Kränze

Die Christen des Ostens beten mit der Gebetsschnur, griechisch Komboskini, kirchenslawisch Tschotki genannt. Meist aus geknoteter schwarzer Wolle, mit 33, 50, 100 oder mehr Knoten, begleitet sie das Jesusgebet: ‚Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme dich meiner, des Sünders.‘ Die Überlieferung schreibt dem heiligen Pachomius, einem Vater des ägyptischen Mönchtums im vierten Jahrhundert, die kunstvollen Knoten zu, die jeweils aus einer Reihe winziger Kreuze geflochten sind.

Innerhalb der katholischen Kirche hat der Rosenkranz viele Verwandte. Die Franziskanerkrone aus dem fünfzehnten Jahrhundert hat sieben Gesätze zu Ehren der Sieben Freuden Mariens. Der Servitenrosenkranz von den Sieben Schmerzen hat sieben Gruppen zu sieben Perlen. Der Barmherzigkeitsrosenkranz, den die heilige Faustyna Kowalska 1935 weitergab, wird an einem gewöhnlichen Rosenkranz gebetet. Sogar das englische Wort bead (‚Perle‘) stammt vom altenglischen gebed, ‚Gebet‘ – ein Verwandter des deutschen Wortes.